OB-Kandidat Todeskino äußert sich bei Twitter zur Kritik an ihn von Udo Reiter.

 

Die „Aktive Liste Münster (AKTIVE)“ hat sich u.a. mit dem Ziel gegründet, sich in eine inhaltliche Debatte und die politische Diskussion der Stadtgesellschaft in Münster einzumischen. Über die zukünftige Wohnungspolitik in Münster ist jetzt zwischen der AKTIVE und dem GRÜNE-Oberbürgermeister-Kandidaten Peter Todeskino eine Kontroverse entstanden.

Im Artikel: „Ist Münster zu teuer zu wohnen?“ hat die AKTIVE eine Kritik an Aussagen von Todeskino veröffentlicht, die zum Ergebnis kommt: „…wer es völlig aufgibt, in Münster ausreichend bezahlbaren Wohnraum schaffen zu wollen, der baut Zäune und Mauern um unsere Stadt. In Münster wohnen die, die es sich leisten können, die Anderen können im Umland sehen, wo sie bleiben.“

Todeskino wirft der AKTIVE auf Twitter vor: Er habe: „genau das Gegenteil von dem was die Aktive Liste behauptet, gesagt“ und das „…geflissentlich meine Forderung nach einem kommunalen Entwicklungsraum weggelassen“ wird.

Unabhängig von der Auffassung, dass er seine bisherigen unklaren Formulierungen selbst verantworten muss, entsteht bei der AKTIVE auch nach genauem Lesen der gesamten wohnungspolitischen – und von Todeskino selbst angeführten – Äußerung ein anderer Eindruck.

Der belobigende Ton der Erfolge schwarz-grüner Wohnungspolitik in den vergangenen Jahren, die aufgrund u.a. stetig verfehlter Neubau-Ziele von 2.000 Wohnungen jährlich, sowie weiterhin rasant steigender Mietpreise, mehr als kritisch zu sehen sind, vermittelt etwas Anderes. Nämlich, dass der Oberbürgermeisterkandidat die massiv vorhandenen Wohnungsprobleme nur teilweise in Münster lösen will.

Denn er weicht weiter der Debatte und Forderung der AKTIVE nach einem neuen Stadtteil, der unter sozialen und ökologischen Kriterien als Modellstadtteil gebaut werden soll, komplett aus! Dies indem er die Problematik und Lösung des wohnungspolitischen Problems zum großen Teil ins Umland verlagern will, verbunden mit neuen Verkehrsproblemen, wonach deshalb richtigerweise auch sofort in dem von ihm selbst angeführten Interview nachgefragt wird.