Münster ist gefordert, weitere Flüchtende aufzunehmen.

Derzeit sind in Münster rund 1.500 Geflüchtete untergebracht und die Belegungsquote beträgt rund 65 Prozent, daher kann und muss Münster jetzt aktiv werden, um zusätzliche Geflüchtete aufzunehmen, fordert Ratsmitglied Rüdiger Sagel (AKTIVE).

„Jetzt muss ein klares Signal von unserem Oberbürgermeister Markus Lewe an die Bundesregierung und die EU gesendet werden. Münster hat sich vor einem halben Jahr durch einen Stadtratsbeschluss erklärt, ein „Sicherer Hafen“ zu sein doch jetzt müssen Versprechungen in Taten umgesetzt werden.“

Fünf Jahre nach der letzten sogenannten „Flüchtlingskrise“, in deren Verlauf rund eine Million Bürgerkriegsopfer aus Syrien und anderen Konfliktregionen über die Balkanroute bei uns Zuflucht suchten, bahnt sich im griechisch-türkischen Grenzgebiet eine menschenverachtende Katastrophe von vergleichbarem Ausmaß an. Und dass, obwohl sich doch alle Beteiligten damals geschworen hatten, 2015 dürfe sich nie wieder wiederholen.

Die alten europäischen Kernstaaten – Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg – sollten dabei als Bündnis der Willigen vorangehen, für eine geordnete Aufnahme von Migranten sorgen und so die brenzlige Lage entschärfen. Kugeln und Tränengas dürfen für Europa keine Option sein. Das europäische Trauerspiel um die Verteilung der Flüchtlinge muss schleunigst ein Ende finden.

Die Stadt Münster und ihr Oberbürgermeister sind jetzt gefordert, dieses Signal zusammen mit vielen anderen Städten in Deutschland, die ebenfalls ihren Aufnahmewillen erklärt haben, zu geben. Flüchtlingshilfe statt Tragödie – dazu sind Stadt und Oberbürgermeister aufgerufen!