Geht die Bäderpolitik baden?

Offensichtlich gibt es für die hausgemachten Probleme in Münsters Stadtverwaltung und bei Münsters Bädern weder ein wirkliches Problembewusstsein noch einen Plan B, wie man jetzt aus dem Dilemma herauskommen will, äußert Rats- und Finanzausschussmitglied Rüdiger Sagel (AKTIVE) zur aktuellen Lage.

Es ist nicht nur erstaunlich, dass die Ursachen für die Abrechnungsprobleme bei den Bädern nach über 2 Jahren immer noch nicht geklärt sind, doch noch ungleich bedenklicher ist die totale Ratlosigkeit bei Münsters Verwaltungsspitze und wie man aus dem Dilemma überhaupt herauskommen will. Nach der geplanten, aber überteuerten und seit Tagen absehbaren und daher jetzt gescheiterten Vergabe an die Stadtwerke Osnabrück, war die Ratlosigkeit der Verwaltungsspitze im Sportausschuss am Mittwoch mit den Händen greifbar und es gab keinerlei konkrete Lösungsvorschläge.

Wenn die personellen und strukturellen Probleme jetzt offensichtlich sogar den Bäderbetrieb des Sommers in Münster gefährden, und man in der Führungsspitze der Stadt keinen Plan hat, wie es weitergehen soll, dann liegt hier ein komplettes Versagen vor. Wenn Oberbürgermeister Lewe jetzt erst mal eine Task Force ins Gespräch bringt, macht das deutlich, dass er den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen hat. Notwendig ist jetzt ein Krisenmanager, der den Bäderbetrieb neu strukturiert und für eine kompetente Besetzung sorgt und nicht eine Arbeitsgruppe, deren Besetzung nicht einmal klar ist. Offensichtlich sind aber weder der Oberbürgermeister noch sein nun verantwortlicher Stadtdirektor in der Lage, die Krise adäquat und kurzfristig zu lösen. Das lässt auch für die Zukunft nichts Gutes erwarten.